Was tut man, wenn man zu wenig Geduld hat, um auf das Weihnachtssingen auf dem Tivoli am vierten Advent zu warten? Man besucht das Adventskonzert des Instrumentalverein Eilendorf und singt sich schon mal warm! Am Samstag, dem 14. Dezember 2019 um 19 Uhr ist es so weit. Unter dem Motto „Zuhören und Mitsingen erwünscht!“ stimmt der IVE in der Pfarrkirche St. Severin zur besten Adventszeit darauf ein, das Leben zu entschleunigen. Bei freiem Eintritt und wohltemperierter Musik kann jeder die eigene Vorfreude auf das Weihnachtsfest wachsen fühlen und mit anderen fröhlichen Menschen an schöne Erlebnisse des hinter uns liegenden Jahres denken.

Schöne Erlebnisse gab es auch für den IVE zu Hauf in diesem Jahr. Waren die ersten Monate noch mit Probenarbeit und heftig anstrengenden Vorbereitungen auf das „Große Jubiläumsfest“ geprägt, wurde es im Mai dann konkret. Die Heilige Messe als Festgottesdienst, ebenfalls in St. Severin, bildete den Auftakt und wurde von Pfarrer Puls gefeiert, wobei der befreundete Musikverein aus Hahn musikalisch begleitete.

Der Aufbau des Festzeltes, der grün-weiße Fahnenschmuck, Plakate mit Schottenkaro und hunderte grün-weiß-schwarzer Ballons ließen einiges erwarten als es am letzten Maiwochenende hinter dem Vereinshaus in der Nirmer Straße hoch herging. Viele Tage vor, während und nach dem Fest haben wirklich alle Hände im Verein und von freundlichen Unterstützern kräftig angepackt. Den musikalischen Start bildeten am Freitag die drei vereinseigenen Orchester, die unter dem Beisein des Schirmherren, Oberbürgermeister Marcel Philipp und dem Applaus des fachkundigen Publikums ihre Jubiläumsstücke präsentierten.

Am Samstag probten dann ca. 40 Musiker des IVE und rund 40 weitere Musiker aus der Euregio Maas-Rhein vorher nicht bekannte Stücke, des wiederum sehr bekannten Arrangeurs und Dirigenten des Projektorchesters, Peter Kleine Schaars, bei toller Gemeinschaft und mit viel Freude ein. Kaum waren die letzten Töne verklungen, kündigte sich schon das Highlight des Tages an. Rund 1500 Gäste bahnten sich den Weg nach und durch Eilendorf, um einen unvergesslichen Abend mit den BRINGS und Kölsche Leeder ze fiere. Das Zelt kochte und die Rückmeldungen aus dem „Dorf“ waren überwältigend.

Sonntagmorgen nach dem Besenkommando gab es einen zünftigen Frühschoppen mit fünf befreundeten Orchestern aus der StädteRegion, die ordentlich Beifall ernteten. Die meisten konnten nach kurzer Stärkung direkt kehrtmachen und sich in den Festzug einreihen, der eineinhalb Dutzend Vereine durch Eilendorf führte und ein imposantes Bild abgab. Die IVE- Musiker waren dabei leicht irritiert, marschierten sie doch erstmalig ohne Instrumente im Zug mit. Schön war ́s trotzdem! Zurück auf dem Festplatz brachte das Projektorchester mit rund 80 Spielern und eindrucksvollem Klang die kürzlich eingeübten Stücke zum Besten. Bei Kaffee und Kuchen klang der Tag gemütlich aus.

Am 16. November gab es dann ein Jubiläumskonzert der besonderen Art. Neuer Ort, nämlich das Depot in der Talstraße, neue Gäste, nämlich die Ballettschule Brigitte Erdweg und eine neue Solistin mit Nicole Malangré waren mit dabei, als das Jubeljahr in die zweite Halbzeit ging.
Und jetzt der Abschluss des 150-Jährigen mit dem Adventskonzert in St. Severin. Neugierig geworden? Dann üben Sie doch schon mal den Text von „Tochter Zion“ oder „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“! Mehr wird nicht verraten, außer dass es auch Stücke zum Zuhören und träumen geben wird.

Der IVE freut sich auf Ihr Kommen! Feliz Navidat!

Plakat: Instrumentalverein Eilendorf